
Anfänge des Buchdrucks 1436
Wahrscheinlich wusste Johannes Gutenberg (1400 – 1468) nicht, in welchem Ausmaß er im Jahr 1436 mit seiner bahnbrechenden Erfindung die Welt verändern würde. Der gelernte Goldschmied aus Mainz entwickelte ein Handgussinstrument, mit dem Einzelbuchstaben aus flüssigem Blei gegossen werden konnten. Die Vervielfältigung des geschriebenen Wortes in Form von gedruckten Buchstaben löste im ganzen Abendland einen mächtigen Lesehunger aus. Zuvor waren vor allem die Mönche in den Klöstern damit beschäftigt, Texte in mühseliger Handarbeit zu vervielfältigen. Studenten verloren mit dem Abschreiben von Studientexten enorm viel Zeit, ein Grund, warum damals die Wissenschaft nur langsam Fortschritt machte.
Zur Zeit, als Gutenberg seine ersten typographischen Versuche anstellte, gab es allein in seiner Heimatstadt Mainz neben den Mönchen und Studenten rund 40 Lohnschreiber.
Verständlich, dass Bücher zur damaligen Zeit nur Luxusgüter waren und einer breiten Bevölkerung nicht zugänglich.